Die in den verschiedenen Varianten der Legende erwähnten Wunderhandlungen der Odilia haben eines gemeinsam: fast immer werden sie mit heilendem Wasser in Verbindung gebracht, das bei Kopfleiden Linderung bringen soll. Besonders häufig aufgesucht wird die Odilienquelle auf dem Odilienberg, wo einst der Sage nach ein Blinder in der Gegenwart Odiliens sehend wurde.
In Arlesheim, wo Odilia einst Zuflucht in einer Höhle gefunden haben soll, gibt es keine Quelle, die mit Odilie in Verbindung gebracht wird, obschon im besagten Höhlengebiet Quellen vorhanden sind. In der ursprünglichen Legende hat die Arlesheimer Eremitage keine Bedeutung. Es handelt sich um eine anthroposophische "Deutung", die auf eine Bemerkung Rudolf Steiners zurückgehen soll und im Zeitalter der zeitgenössischen "Kraftort-Manie" auf esoterisch fruchtbaren Boden stösst.
Bemerkenswert ist jedoch, dass es in Arlesheim inzwischen an der Tagesordnung ist, dass viele Menschen ihr Trinkwasser aus einem, wie sie glauben, besonders "guten" Brunnen unweit des Domes entnehmen (inzwischen wird dieses Wasser als hygienisch problematisch eingestuft....).
Informationen über weitere Odilienquellen:
