Bei dem Wegzuge von Arlesheim im Jahre 1793 bestand das Kapitel noch aus folgenden geistlichen Herren: Frz. Christ. von Eberstein, Domprobst; Franz Jos.Meinrad Xaver von Rose, Domdekan; Franz Sigmund Blarer von Wartensee, Domkantor; Johann Heinrich von Ligertz, Archidiakon; Franz Anton Jakob von Reinach, Domkustos; Johann Wilhelm Fidel Rink von Baldenstein, Dom-Scholastikus; Phil. Valentin von Reibelt, Domcellarius; Karl Franz Eleazar von Wangen zu Geroldseck; Franz Sales Konrad Fidel Rink von Baldenstein; Josef, Freiherr von Andlau, Abt zu Murbach; Alois, Freiherr von Wessenberg zu Ampringen; Johann Baptist Josef Gobel von Thann*. Dieser letztere, der einzige nichtadelige Domherr, war Bischof zu Lydda** in partibus und Chorherr zu Delsberg; er wurde als Erzbischof von Paris, Mitglied des Jakobinerklubs und Sanscülotte*** vom Revolutionsgericht in seinem 70. Altersjahr den 13. April 1974 zum Tode verurtheilt und guillotiniert.

 

F. A. Stocker in: "Arlesheim - Dorf, Schloss, Stift und Anlagen" (1886) Seiten 28-29

*       mehr über den Lebensweg von Erzbischof Gobel
* *    Lydda, heute die Stadt Lod in Zentralisrael
***   Sansculotte: (franz. Sans-culottes, »Ohne Culotten«), zu Anfang der ersten französischen Revolution Benennung der Proletarier und der radikalen Revolutionsmänner, weil sie, aus niederen Ständen stammend, keine Culotten (Kniehosen) wie die höhern Stände, sondern Pantalons (lange Hosen) trugen.